
Kaschmir
Kaschmir stammt von Ziegen aus kalten Hochlagen, wo eine feine Unterwolle wächst, die vor Temperaturen schützt, die andere Fasern nicht überstehen.
Jede Ziege gibt davon nur wenige hundert Gramm im Jahr. Das ist der Grund, warum echter Kaschmir nie günstig war und nie günstig sein wird.

Wärme ohne Gewicht
Merinowolle wärmt zuverlässig, aber sie bleibt spürbar — auf der Haut, unter einem Kragen, an jeder Nahtstelle. Kaschmir wärmt genauso gut bei einem Bruchteil des Gewichts. Die Faser ist feiner, der Griff seidiger, das Tragegefühl fast unsichtbar.
Wo Merino sich nach Winterkleidung anfühlt, fühlt sich Kaschmir nach gar keiner Kleidung an — nur nach Wärme.

Streich einmal mit der Handfläche über ein Kaschmirteil, nicht mit den Fingerspitzen. Der Unterschied ist sofort da: keine Reibung, kein Widerstand, nur eine Oberfläche, die sich der Hand anpasst statt gegen sie zu arbeiten.
Technisches Detail
Kaschmirfasern werden nach ihrem Durchmesser in Mikron gemessen — je feiner, desto weicher und desto hochwertiger. Feinheit entscheidet über Qualität, nicht Dicke.



